Mein Kampf

gerade erst unlängst hat mich wer gefragt: warum tust Du dir das an, und arbeitest nicht in einem Betrieb, verdienst dort gut und hast einen geregelten Arbeitsablauf? Was ist so toll am Energiesparen, bei dem Ölpreis ist das doch zum Scheitern verurteilt?

 im Kampf gegen die dunkle Seite...

im Kampf gegen die dunkle Seite...

Stimmt! Es ist noch gar nicht lange her, da hat mir auch Prof. Friedrich Schneider von der Linzer JKU etwas ähnliches gesagt: Bei dem Ölpreis geht jeder in die falsche Richtung!

Aber mein Herzblut liegt einfach bei einem effizienten Einsatz von Energie! Auch wenn wir offenbar fast kostenlos Energie im Übermaß konsumieren, diese einfach aus der Steckdose kommt und keiner für den Bezug von Energie "leiden" muss.

Doch die Zeiten wandeln sich: Ich habe auch schon Vorträge gehört, in denen von Personen an der Armutsgrenze die Sprache war, die sich bei teurer Energie die Heizung im Winter nicht leisten können. Nachdem dieses Szenario nicht weit von uns (im "Ostblock") stattfinden könnte, wäre dann eine große Unmut in der entsprechenden Bevölkerung die Folge. Und angesichts der großen Unsicherheit beim zukünftigen Ölpreis sind alle Szenarien denkbar. Alleine der Ölpreis wäre einen eigenen Blogartikel wert!

Für mich ist es allerdings klar: Energie ist eine Ressource, auf der unser Wohlstand und Lebenssstandard aufbaut. Ressourcen sind NIE kostenlos! Auch wenn das Öl derzeit günstig zu beziehen ist, wenn uns die Sonne die Energie gratis schickt, so gibt es immer noch eine große Ungleichverteilung im Energieverbrauch der Welt. Sollten also alle Bewohner einen ähnlichen Energieverbauch an den Tag legen, wird es schon deutlich enger.

Die beste Methode, Energiekosten zu senken, ist den Verbraucher nicht einzuschalten

und das geht leider nicht immer.....
und es bringt uns nichts, wenn wir volkswirtschaftlich denken.....

Also bleibt nur eines über:

wenn schon Energie verbrauchen, dann effizient!

und damit sind wir auch schon bei meinem täglichen Kampf:
Spritsparen: ein kleines Fahrzeug reicht für mich vollauf, meine Frau hat die große Familienkutsche, mitschreiben beim Tanken bringt tägliche Kostenwahrheit und damit auch ein verbessertes Bewusstsein.
Fahrrad statt Auto: im Frühling, Sommer und Herbst ist es ein Leichtes, das Auto zu Hause stehen zu lasssen und das Fahrrad zu nehmen, eine Verbesserung der Fitness und viel Sauerstoff für das Hirn sind nur Randerscheinungen.
Wärmepumpe als Heizung: die Wohnung wird mit Erdwärme geheizt, für Warmwasser und Heizung zahle ich ca. EUR 450,- pro Jahr!  Einzige Niederlage: ich würde gerne noch etwas tiefer mit der Raumtemperatur sein, doch hier stoße ich an die Grenzen bei meiner Frau.
Strom sparen: LED´s gibts mittlerweile in jeder Leuchte, das spart auch Wechselzeit, denn die Lampen halten viel länger. Licht abdrehen ist fast noch wichtiger, und abschalten der ganzen Kleinverbraucher mit einer Steckdosenleiste. Aber auch hier eine kleine Niederlage: die Verbraucher werden wöchentlich mehr, der Stromverbrauch steigt deswegen leider, diesmal bin ich es selbst!

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten: Mitwirkung im Energiestammtisch, meinen eigenen beruflichen Schwerpunkt auf Effizienz und Energieversorgung legen, und jedes Mal in den Gesprächen darauf hinweisen, dass Energie eine knappe Ressource ist. Also selber im Kleinen vorleben, und herzeigen was geht. Nicht predigen, sondern selbst umsetzen!!!!!

Und damit ist es für mich klar, warum ich meinen Job so gewählt habe! Endlich kann ich das umsetzen, was ich schon so lange in meinem Innersten vorhabe!

möge die Macht noch weiter in mir wirken!